Lebenslauf

Udo Goldmann Chorverbandspräsident

der berufliche Weg...

nach der sechsjährigen Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsbeamten in den Kommunalverwaltungen von Süßen, Ebersbach beide Landkreis Göppingen, Althengstett, Landkreis Calw und dem Landratsamt Heilbronn - dies in den Jahren 1957 bis 1963 mit Abschluss der Staatsprüfung -, begann der Berufsweg wieder in Süßen bis zum Jahr 1970. Eine entscheidende Wende nahm die berufliche Laufbahn mit dem anschließenden Wechsel zur damaligen Planungsgemeinschaft Neckar - Fils e.V. mit Sitz in Plochingen. Die politischen Bemühungen über interkommunaler Kooperation hinaus zu echten regionalen Zusammenschlüssen zu kommen, führten Udo Goldmann zum Regionalverband Mittlerer Neckar, Körperschaft des öffentlichen Rechts, dem Vorläufer des jetzigen Verbandes Region Stuttgart und zur Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände in Baden-Württemberg. Als lange Zeit einzigem Verwaltungsbeamten oblag ihm dabei die organisatorische Weiterentwicklung der Einrichtung und der Aufbau eines Planungsmanagements (bis 1991).

..........führte nach Esslingen am Neckar...

im November 1990 wählte der Gemeinderat von Esslingen Udo Goldmann zum Bürgermeister für die Bereiche Ordnungsamt, Standesamt, Schule, Sport, Soziales, Kultur, städtische Pflegeheime, Volkshochschule, Ausländerwesen, Partnerstädte und ausländische Beziehungen. Im Jahr 1998 wurde er Erster Bürgermeister. Daneben war er Mitbegründer der Regio - Stuttgart.- Marketing - GmbH und des Gesellschafters, des Regio-Stuttgart-Marketing e.V.. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Dienst bei der Stadt Esslingen im Jahr 2003 war er auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtmarketing- und Tourismus GmbH, Esslingen.

..........und von dort zum Chorverband Karl Pfaff.

auf Vorschlag des jetzigen Ehrenpräsidenten Prof. Hans Herzinger, Ohmden, wählte die seinerzeitige Gau-Versammlung im.März 2000 Udo Goldmann zum Gaupräsidenten und dies obwohl er selbst nicht aktiv singt.

Am 14. März 2009 folgte der Chorverband in Neidlingen in der Reußensteinhalle den Vorschlägen des Schwäbischen Chorverbandes in Stuttgart und firmiert seither als Chorverband Karl Pfaff und damit heißt der Präsident Chorverbandspräsident. Die Beschlussfassung zum neuen Namen erfolgte mit sehr großer Mehrheit.

Schwerpunkte in der bisherigen Amtszeit waren der Umbau vom Gau zum Chorverband als Mitglied im Schwäbischen Chorverband und im Deutschen Chorverband und seit einigen Jahren die konsequente Nachwuchsförderung. Neben der Pflege des traditionellen Chorgesanges, wie er seit der Gründung des Verbandes durch Karl Pfaff präsentiert wird, liegt Udo Goldmann die Weiterentwicklung mit moderne Formen, wie Rock, Gospel, Jazz u.a. am Herzen.

Große Unterstützung und mancherlei Impulsgebung erfuhr und erfährt der Präsident durch die Geschäftsstellenleiterinnen, bis zum Jahr 2003 von Elisabeth Weber aus Esslingen und seither von Brigitte Neubert aus Ebersbach-Roßwälden.

Er bringt Erfahrung mit als Mandatsträger...

..........aus dem kirchlichen Bereich als Kirchengemeinderat in Süßen bis 1978, in Göppingen (dort sechs Jahre lang Erster Vorsitzender des Gesamtkirchengemeinderat) bis 1992 und als zu gewählter Kirchengemeinderat in der Johanneskirche in Esslingen;

..........aus dem politischen Bereich als Gemeinderat drei Jahre lang in Süßen, acht Jahre lang in Göppingen, als Mitglied des Kreistags Esslingen und als Mitglied der Verbandsversammlung des Verbandes Region  Stuttgart von 1994 bis 2014. Hierbei war er Sprecher seiner Fraktion im Planungsausschuss.

..........und aus dem Ehrenamt

Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes in Göppingen, des CDU- Kreisverbandes Esslingen, des Kunstvereins KISS - Kunst im Schloss Untergröningen im Ostalb-Kreis

und Mitgliedschaften im GAV Esslingen, dem Verein Heimstatt, dem Lions Club Esslingen Burg, dem Freundeskreis Historischer Bürgerwehren, dem Verein „Pro Quarto“ in Esslingen, dem Verband der Verwaltungsbeamten in Baden-Württemberg u.a..

und schließlich erhielt er Auszeichnungen...

goldene Ehrennadel des Chorverbandes Karl Pfaff am 13.3.2010,

goldene Ehrennadel des Schwäbischen Chorverbandes im Jahr 2014,

Ehrenmitgliedschaft seit Dezember 2013 beim Esslinger Liederkranz 1827 e.V., dessen Gründer Karl Pfaff war,

Ehrenabzeichen in Gold mit goldenem Tannenzweig des Deutschen Böhmerwald-Bundes am 1. Juli 2003,

Namensgeber der Orchideen - Hybride Vuylstekeara (sie heißt im Sprachgebrauch Goldmann),

und besonders eine Ehrenurkunde der Stadt Molodetschno für die Hilfen der Stadt.

..........und einige Lebensdaten

geb. am 9. September 1939 in Oppeln/Oberschlesien, evangelisch. verheiratet seit 1964 mit Ehefrau Renate Goldmann geb. Seigerschmidt, Hochzeit in der Kilianskirche zu Heilbronn, zwei erwachsene Söhne, drei Enkelkinder.

Esslingen, im März 2015

Bericht Eßlinger Zeitung September 2009

Gelassener leben auch ohne Gartenarbeit
ESSLI N G EN: Ehemaliger Bürgermeister Udo Goldmann wird heute 70 - Der Kultur und Politik weiterhin verbunden

Mit selbst gewählten Verpflichtungen genießt Udo Goldmann seinen Ruhestand auch mit nunmehr 70 Lebensjahren. Foto: e

VON CHRISTIAN DÖRMANN

An seiner Präsenz in der Stadt hat sich - wenn überhaupt - nur wenig verändert. Auch früher war er viel unterwegs und suchte das Gespräch mit den Leuten auf der Straße. Damals noch überwiegend in offizieller Mission als Esslingens Erster Bürgermeister und Dezernent für Soziales, Kultur, Schulen, Sport und Ordnungswesen. Heute feiert Udo Goldmann, der sich 2003 in den Ruhestand verabschiedet hat, seinen 70. Geburtstag. Aber es scheint so, als seien die Jahre spurlos an ihm vorübergegangen.

Schlank und dynamisch ist er geblieben, was keineswegs im Widerspruch zu seinem jetzigen Lebensgefühl steht: "Ich genieße es, das Leben in größerer Gelassenheit zu führen", sagt Udo Goldmann. Er müsse nicht mehr alles so furchtbar ernst nehmen, wie das während seines Berufslebens der Fall gewesen sei. Wer ihn etwas kennt, der weiß aber, dass er die Dinge, die er tut, sehr wohl ernst nimmt. Das gilt etwa für seine Arbeit in der Verbandsversammlung der Region Stuttgart. Dort ist er Sprecher der CDU im Arbeitskreis Planung und hat maßgeblich am neuen Regionalplan mitgewirkt. Das will er auch weiterhin tun, zumindest so lange, bis das umfangreiche Werk endgültig unter Dach und Fach ist. Für den Kreistag 'hat er sich im Frühjahr als Kandidat nicht mehr aufstellen lassen: "Mit fast 70 dachte ich, es wird Zeit, das Amt abzugeben."

Bürgergarde bringt Ständchen

Und immerhin gibt es neben den Aufgaben für die Region noch weitere selbst gewählte Verpflichtungen. Die als Präsident im Chorverband Karl-Pfaff zum Beispiel, weil es ihm darum geht, die Sängerinnen und Sänger im Landkreis zu unterstützten. Und so wird heute auch seine Feier zum 70. Geburtstag keineswegs "geräuschlos" über die Bühne gehen, wenn die Historische Bürgergarde Esslingen ihrem Ehrenmitglied ein Ständchen bringt.
Aber Udo Goldmanns enge Verbundenheit- zur Kultur beschert ihm auch in anderer Weise einen ausgefüllten Unruhestand. Als Vorsitzender des Kunstvereins KISS (Kunst im Schloss) in Abtsgmünd-Untergröningen widmet sich Goldmann der zeitgenössischen Kunst - "von hoher Qualität", wie er betont. Die Brücke dorthin ist über alte und gute Beziehungen von Esslingen aus geschlagen worden. Denn in Untergröningen hat auch Otto Rothfuss, ehemals Leiter der Galerie im Heppächer, eine neue Wirkungsstätte gefunden.
An seine Zeit als Esslinger Bürgermeister in den Jahren zwischen 1991 und 2003 erinnert sich Udo Goldmann gern, auch wenn sein Verhältnis zu Oberbürgermeister Jürgen Zieger und selbst das zu seiner eigenen Partei nicht immer von eitel Sonnenschein geprägt war. Der Christdemokrat bewegte sich auf einem breiten Feld zwischen Kultur, Schulen, Sport und der Sozialpolitik bis hin zu ordnungspolitischen Themen. Eine Kombination·, die er nach gerade als ideal empfand, weil er so die Bereiche nie konkurrierend, sondern stets im Zusammenhang sehen konnte.

Hohe Wertschätzung
Das hat ihm allgemein hohe Wertschätzung eingebracht - selbst beim politischen Konkurrenten: "Es gab Zeiten, in denen er der sozialdemokratischste Christdemokrat war", sagte etwa der SPD-Fraktionschef im Gemeinderat, Andreas Koch, nachdem Udo Goldmann seinen Rückzug ins Privatleben bekanntgegeben hatte.
Als zuständiger Dezernent für die Pflege der Städtepartnerschaften, für Kontakte zur ausländischen Bevölkerung, für den Eigenbetrieb Städtische Alten- und Pflegeheime, für die Volkshochschule oder als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtmarketing- und Tourismus GmbH (EST) hat Udo Goldmann ebenfalls prägende Spuren hinterlassen. Vieles war ihm eine "Herzensangelegenheit" und genau so ist seine Arbeit von vielen Menschen in der Stadt auch verstanden worden.
Nur in einem Punkt ist der 1939 in Oppeln/Oberschlesien geborene Udo Goldmann gescheitert: Sein Wunsch, im Ruhestand als Hobbygärtner Erfüllung zu finden bleibt (noch?) unerreicht. Heute ist er fast schon froh, nicht gleich ein passendes Gartengrundstück gefunden zu haben. Und mit ihren Zweifeln, ob ihrem Mann überhaupt noch genügend Zeit für die entspannende Gartenarbeit bleiben würde, hat Udo Goldmanns Ehefrau letztlich Recht behalten.